Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport (AKS) der CSU Niederbayern
Bildungspolitisches Fachgespräch an der Universität Passau zu den Themen Dyskalkulie (Rechenschwäche) und Lehrerbildung
Prof. Dr. Ludwig Bauer referierte
Am Montag, den 09. März 2009 veranstaltete der Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport (AKS) der CSU Niederbayern ein bildungspolitisches Fachgespräch an der Universität Passau zu den Themen Dyskalkulie (Rechenschwäche, Rechenstörung) und Lehrerbildung. Prof. Dr. Ludwig Bauer referierte über diese Themen. Der Vorsitzende des Ausschusses Hochschule, Forschung und Kultur im Bayerischen Landtag Bernd Sibler, MdL, leitet als Bezirksvorsitzender den AKS. Mitinitiiert wurde diese Veranstaltung von AKS-Bezirksschriftführer und Uni-Sprecherratsmitglied Roland J. Kufner.

(von links nach rechts): Dr. Fritz Haselbeck, Roland J. Kufner, Bernd Sibler, MdL, Silvia Dollinger, Prof. Dr. Ludwig Bauer, Olaf Thielitz (Bild: Stefan Stumpf)
Prof. Dr. Ludwig Bauer gab einen Überblick über das komplexe Feld der Dyskalkulie. In Deutschland sind nach Studien ca. acht Millionen Menschen Antiarithmetiker, d. h. Rechenschwache. Im Vergleich dazu sind ca. vier Millionen Analphabeten. Die Hauptsymptome der Dyskalkulie sind verfestigtes zählendes Rechnen mit den Fingern, Probleme bei der Links-/Rechts-Unterscheidung im räumlich-geometrischen Bereich verbunden mit einseitigen Zahl- und Operationsvorstellungen sowie Schwierigkeiten, zwischen verschiedenen Darstellungsformen zu wechseln (sogenannte Intermodalitätsprobleme).
Maßnahmen zur Förderung von rechenschwachen Schülerinnen und Schülern sind vor allem Diagnose, Förderung, Differenzierung und Methodenvielfalt.
„Der AKS der CSU Niederbayern beschäftigt sich näher mit dem Phänomen der Dyskalkulie, um auf diese Problematik besonders hinweisen zu können. Die Weiterentwicklung der Diagnose- und Förderungskompetenz von Lehrkräften zur Berücksichtigung von leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern mit Dyskalkulie ist von großer Bedeutung.”, betonte Bernd Sibler, MdL.
Des Weiteren wurde über generelle Probleme der Lehrerbildung diskutiert, die sich im Spannungsfeld zwischen Universität, Seminar und Schule während der ersten, zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung widerspiegeln. Zu nennen seien die oftmals mangelnden Beziehungen zwischen Studium und Berufspraxis. Im Zuge dieser Diskussion wurde auch die neue Lehrerbildung in der überarbeiteten Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) angesprochen.
Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Bernd Sibler, MdL, bei Prof. Dr. Ludwig Bauer für die interessante und aufschlussreiche Diskussion. Der AKS wird sich in einer nächsten Bezirksvorstandssitzung mit den Ergebnissen dieser Veranstaltung nochmals auseinandersetzen.
von Roland J. Kufner
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