Der Regierungebezirk Niederbayern – eine hochschulpolitische Erfolgsgeschichte

von Roland J. Kufner, 1. September 2008,

Aus der Sicht eines niederbayerischen Studenten

Blickt man auf die hochschulpolitische Geschichte Niederbayerns zurück, so stellt man fest, dass sie im Vergleich zu anderen Regionen in Bayern eigentlich noch relativ jung ist.

Universität Passau (Bild: Johannes Hoffmann)

Universität Passau (Bild: Johannes Hoffmann)

Von 1800 bis 1826 gab es zwar in Landshut eine Universität, die aber 1826 in die Ludwig-Maximilians-Universität in München eingegliedert wurde. Erst 1978 entstanden die Universität Passau und die FH Landshut. Das heißt, man konnte vor 30 Jahren gar nicht in Niederbayern studieren.

Eine Ausnahme bildet die Philosophisch-theologische Hochschule in Passau, die auf eine ca. 500-Jährige Geschichte zurückblicken kann und ab 1978 als Katholisch-theologische Fakultät in die Universität Passau integriert wurde. 1994 entstand dann die FH Deggendorf. Des Weiteren erwartet dieses Wintersemester das Zentrum für nachwachsende Rohstoffe in Straubing die ersten Studentinnen und Studenten – ausgelagert von der TU München. Außerdem sind die genannten Hochschulen national wie international sehr beliebt, was die Studentenzahlen beweisen.

Im Wintersemester 2008/2009 feiern die Universität Passau und die FH Landshut ihr 30-jähriges Jubiläum, die FH Deggendorf kann sich auf ihr baldiges 15-jähriges Jubiläum freuen und Straubing freut sich auf die ersten Studentinnen und Studenten. Hier kann man wirklich allen einen „Herzlichen Glückwunsch” aussprechen.

Es ist eigentlich erstaunlich, wie sich Niederbayern vom eher landwirtschaftlich geprägten und entwicklungsarmen Raum nach 1945 zum modernen Agrar-, Wirtschafts- und Hochschulstandort von heute gewandelt hat. Es ist bewundernswert, welche Leistungen die Politik, die Wirtschaft und vor allem die Bürgerinnen und Bürger erbracht haben, damit Niederbayern heute so gut dasteht.

Für die Zukunft erwarten die Hochschulen in Deggendorf und Landshut Erweiterungen und die Universität Passau ein modernes Medienzentrum. Somit wird auch Niederbayern in den nächsten Jahren Aufsteigerregion im Hochschulbereich bleiben – zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger.

Um abzuschließen möchte ich noch erwähnen: „Betrachtet man diese durchaus bewundernswerte Hochschulgeschichte, so ist es gewiss nichts Selbstverständliches, heute als gebürtiger Niederbayer in Niederbayern selbst studieren zu können.”

von Roland Josef Kufner

Der Artikel ist erschienen in der 18. Printausgabe (Heft 3, Sept.-Nov. 2008) des UP-Campus Magazins, S. 7

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