“Wer bayerische und wirtschaftlich fundierte Politik betreiben will, kann nur die CSU/JU unterstützen”

von Christian Schneider, 1. April 2008,

Interview mit Armin Dickl (CSU), JU-Kreisvorsitzendem und Stadtratsmitglied über die Kommunalwahl 2008, die CSU/JU und aktuelle Politik.

Stadtrat Armin Dickl (CSU)

Stadtrat Armin Dickl (CSU)

Du bist Stadtratsmitglied in Passau, was denkst du kann man von der „Amtszeit Dupper“ erwarten?

Ich denke, dass Jürgen Dupper die Ernte für etwas einfährt, für das er früher stand, dann nichts mehr davon wissen wollte, und sich jetzt wieder damit identifiziert! Er wird versuchen seine Wahlversprechen zu realisieren. Ob er dafür im Neugewählten Stadtrat eine Mehrheit finden kann steht noch in den Sternen. Ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, in der ein oder anderen Angelegenheit, sofern sie konstruktiv zum Wohl der Stadt Passau und ihrer Bürger beiträgt, mitzustimmen. Vorausgesetzt die rechtlichen Grundlagen dafür sind geschaffen.

Glaubst du, dass sich für den Studenten etwas ändern wird?

Die Universität wird, genau wie früher, große Aufmerksamkeit genießen. Was wäre Passau ohne seine Studenten? Sie bringen Leben und Vielfalt in unsere schöne Stadt. Ich studiere selbst und weiß daher wie wichtig es ist, dass das Umfeld vor Ort stimmt. Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen.

Was ist dein politisch größter Wunsch für Passau?

Gemeinsam mit allen, die daran interessiert sind, die Stadt Passau und Ihre Belange voranzutreiben. Weiterhin eine zukunftsorientierte Finanzpolitik zu machen, um sich die notwendigen Investitionen für die nächsten Jahre auch leisten zu können. Passau muss seinen Aufwärtstrend der letzten Jahre einfach fortsetzen, um vor Stillstandpolitik „bewahrt“ zu werden.

Du bist JU-Kreisvorsitzender und arbeitest in diesem Rahmen mit vielen jungen Leuten. Wie schätzt du das Politikinteresse der Passauer Jugend ein?

Wie überall in Deutschland eher gering. Wenn sich jemand mit Politik beschäftigt, dann natürlich aus Gründen die ihn als jungen Menschen bewegen. Ein Thema ist z. B. das Städtische Jugendzentrum – Zeughaus, das seit langem die Gemüter vieler Jugendlicher bewegt. Leider ist es nicht so einfach die beiden vorhandenen Lager unter einen Hut zu bringen. Wir werden weiterhin versuchen mit offenen Augen und Ohren auf alle betroffenen zuzugehen. Was die Zukunft in dieser Angelegenheit bringt muss man sehen. Ich denke, dass man die ureigenste Aufgabe eines Jugendzentrums nicht darauf reduzieren darf, eine möglichst günstige Ausgehgelegenheit zu sein. Viel mehr sollte es eine Anlaufstelle für alle Jugendlichen zwischen 13 und 20 Jahren sein, und bleiben.

Ansonsten bin ich natürlich aus Leib und Seele JU´ler. Ich habe es lieben und schätzen gelernt, gemeinsam mit vielen interessierten über Themen zu diskutieren, und sie dann umzusetzen. Die besten Beispiele der letzten Jahre sind die Neue Skatepark – Anlage in Kohlbruck und die Einführung einer Praxisklasse an der Hauptschule Neustift.

Wie sieht so ein typischer Wahlkampftag aus?

Einen typischen Wahlkampftag gibt es leider nicht. Man muss sich fast täglich mit neuen Gegebenheiten befassen. Von besorgten Bürgen mit wichtigen Anliegen, bis hin zu aufgebrachten politischen Gegnern. Im Großen und Ganzen liegt die Stärke der CSU/JU darin mit den Menschen zu kommunizieren und sich ihrer Belange anzunehmen. Ob wir das im hinter uns liegenden Kommunalwahlkampf so geschafft haben wie die Jahre zuvor kann man differenziert betrachten. Ich denke wir müssen uns für die Zukunft neu aufstellen.

Warum sollten sich junge Leute der JU bzw. der CSU anschließen?

Weil wir seit Jahren konstante, wertorientierte und zukunftsträchtige Politik betreiben. Sowohl auf Kommunaler, als auch auf Landes- und Bundesebene. Wer bayerische und wirtschaftlich fundierte Politik betreiben will, kann nur die CSU/JU unterstützen. Denn wir sind die Kraft, die einzig und allein bayerische Interessen vertritt. Alle anderen Parteien sind Landesverbände bundesweiter Organisationen.

Gibt es Schnittmengen zwischen Hochschul- und Kommunalpolitik? (Welche?)

Natürlich, vor allem in einer Stadt wie Passau, die weitestgehend von der Universität und dem studentischem Leben geprägt ist, gibt es große Schnittmengen. Von Existenzgründer-Zentren, die schon Früchte wie die Bundesweit hoch angesehene A:K:T, msg oder 4 – process hervor gebracht haben, bis hin zu Fragen des öffentlichen Nahverkehrs und möglichen Freizeitangeboten. Die Stadt Passau braucht ein Aushängeschild wie unsere Universität, und muss sich daher weiterhin für die Belange der Hochschulpolitik stark machen.

Wie stehst du zu der Sachkompetenz von Herrn Dupper?

Lassen wir uns überraschen, ich kenne Herrn Dupper noch aus seiner Zeit als 2. Bürgermeister. Will mir aber erst einmal einen Überblick verschaffen, wie er sein Amt als neugewählter Oberbürgermeister wahrnimmt. Hoffentlich effizienter als sein Landtagsmandat.

Was hältst du von folgendem Ausspruch: „Frage nicht, was der Staat für dich tun kann, frage dich, was du für den Staat tun kannst!“

An und für sich trifft diese Aussage des Pudels Kern. Allerdings ist das eine Frage von geben und nehmen. Wenn ich als rechtschaffener, fleißiger Bürger etwas für den Staat tue, mich in meiner Freizeit, ehrenamtlich einbringe, und dann aber nichts vom Staat dafür zurück bekomme, muss ich mir Gedanken darüber machen ob ich diese Aussage kommentarlos stehen lassen kann. In Zeiten, einer hohen Ökosteuer z. B. die Pendlerpauschale zu beschneiden war meines Erachtens nicht gerade zweckmäßig.

Wer wird Europameister?

Natürlich Deutschland, nach einem packenden Finale gegen Italien. (Hoffentlich nicht im Elfmeterschießen.)

Vielen Dank für das Interview!

das Interview führte Christian Schneider

Das Interview ist erschienen in der 16. Printausgabe (April 2008) des UP-Campus Magazins, Seite 11-12

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